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Was ist Karies? Ursachen, Symptome & Prävention

„Zahnfäule“ – so wird Karies Umgangssprachlich häufig bezeichnet. Teilweise wird auch vom „Loch im Zahn“ gesprochen. Tatsächlich sind beide Begrifflichkeiten, zumindest in Teilen, durchaus zutreffend.
Unter Karies, der lateinische Fachausdruck lautet Caries Dentium (Morschheit, Fäulnis), versteht man eine Erkrankung des Zahnhartgewebes, des Dentins und des Zahnschmelzes. Sie entsteht, wenn die Zahnhartsubstanz durch Säuren, welche durch Bakterien im Zahnbelag produziert werden, zerstört wird.

Das gefährliche an dieser Erkrankung ist, dass sie zumeist schleichend und ohne größere Symptome beginnt. Das bereits genannte „Loch im Zahn“ stellt dabei nur das Endstadium der Krankheit dar. Der ebenfalls bekannte „Bohrer“ stellt somit eine der letzten Behandlungsmöglichkeiten dar.
Prophylaxe, eine korrekt durchgeführte, private Mundhygiene sowie eine umfassende Aufklärung zur Erkrankung sind Maßnahmen, die die Karies frühzeitig verhindern können.

Mit diesem Blogartikel möchten wir zur Aufklärung über Karies beitragen: Was ist Karies eigentlich genau? Was sind seine Ursachen, Symptome, aber auch Präventionsmöglichkeiten? Antworten auf diese Fragen erhalten Sie in den kommenden Absätzen!

Was ist Karies und was verursacht sie?

Karies galt, selbst in den vergangenen Jahrzehnten, als eine Art Volkskrankheit. Oftmals war vielen Menschen nicht bewusst, wie sie genau entsteht und was mögliche frühe Symptome sind.

Zwar hat die Zahl der Erkrankten in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen, Karies kann nicht mehr als Volkskrankheit bezeichnet werden. Dennoch gehen aktuelle Studien davon aus, dass etwa ein Drittel der Zwölfjährigen bereits wegen Karies behandelt werden mussten.

Insbesondere ausbleibende Zahnarztbesuche, schlecht ausgeführtes Zähneputzen und eine zuckerlastigen Ernährung sind die Hauptgründe dieser Verbreitung bei Kindern.

Doch was ist Karies genau?

Die Übersetzung des lateinischen Begriffs, morsch, weist auf das Spätstadium der Erkrankung hin. Im schlimmsten Fall führt sie zum Zahnverlust, da der Zahn durch die Säuren in seiner Struktur komplett zerstört ist.

Zu Beginn der Erkrankung wird zunächst das Zahnhartgewebe angegriffen. Dieser Prozess kann sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, der Zahnschmelz und das Dentin werden immer weiter abgebaut. Wird die Erkrankung in dieser Phase nicht behandelt, so kann sie im schlimmsten Fall auf das Zahnmark und letztlich sogar auf die Nerven übergreifen.

Wie bereits erwähnt, liegen die Ursachen der Karies, egal ob bei Kindern oder Erwachsenen, zumeist in einer mangelhaften Zahnhygiene und einer stark zuckerhaltigen Ernährung. Der dadurch entstehende Zahnbelag, in welchem sich Bakterien vermehren können, bildet die Grundlage der Erkrankung. Die Bakterien im Zahnbelag verstoffwechseln dabei den Zucker in den Essensresten auf den Zähnen. Die als Endprodukt daraus entstehenden Säuren senken den PH-Wert und lösen somit Mineralstoffe aus den betroffenen Zähnen.

Zusätzlich spielen aber auch individuelle Faktoren, zum Beispiel ein geringer Speichelfluss oder ein grundsätzlich gering mineralisierter Zahnschmelz, eine Rolle. Dagegen hilft nur eine regelmäßige Zahnärztliche Prophylaxe, um eine Erkrankung möglichst frühzeitig zu entdecken.

Was sind die Symptome von Karies?

Das tückische der Karies-Erkrankung ist, dass Betroffene die Krankheit in ihrer Frühphase zumeist nicht bemerken. Bis zu einem gewissen Grad verläuft sie quasi symptom- und schmerzfrei und bleibt damit zumeist unentdeckt. Häufig sind Patienten, bei denen die Erkrankung während einer zahnärztlichen Untersuchung entdeckt wird, überrascht über das Vorhandensein der Karies.

Vielen Patienten kommen erst dann von sich aus zu ihrem behandelnden Zahnarzt, wenn bereits Zahnschmerzen auftreten. Zu diesem Zeitpunkt ist die Karies bereits stark fortgeschritten, eine Behandlung dementsprechend oft erschwert.

Umso wichtiger ist es, möglichst auf frühe Symptome und Warnhinweise zu achten und schnellstmöglich Ihren behandelnden Zahnarzt aufzusuchen. Gerne schildern wir Ihnen im folgenden Absatz, wie sich die Symptome und unterschiedlichen Stadien der Karies-Erkrankung feststellen und unterscheiden lassen.

Wie verläuft eine Karies-Erkrankung?

Der Begriff Karies-Erkrankung ist letztlich nur ein Überbegriff, unter welchem sich mehrere Stadien gliedern lassen. Diese unterscheiden sich teils deutlich in ihrem Verlauf und ihrer Symptomatik.

Alles beginnt mit der sogenannten initialen Karies, welche für die Demineralisierung des Zahnschmelzes sorgt. Dieser Prozess wird von den bereits erwähnten Säuren angestoßen, welche das Stoffwechselprodukt der im Zahnbelag enthaltenen Bakterien darstellen. Durch den sinkenden PH-Wert werden der Zahnoberfläche nach und nach Mineralien entzogen. Hat der betroffene Zahn keine Möglichkeit zur Remineralisierung und bleibt der Zahnbelag länger unbehandelt, kann die Krankheit weiter fortschreiten.

In diesem Stadium deuten zunächst nur optische Hinweise auf die Karies hin. So bilden sich auf den betroffenen Zahnflächen kleine, helle Flecken, die aber zumeist nur ein geschultes Auge entdeckt bzw. korrekt zuordnen kann. Die Patienten spüren im Stadium der initialen Karies keine Schmerzen, allerdings können Zähne hitze- und kälteempfindlicher werden.

Das nächste Stadium der Karies-Erkrankung tritt ein, sobald der Zahnschmelz unter der Zahnoberfläche bricht. Wurden vorherige Warnhinweise nicht bemerkt oder sogar ignoriert, konnte die Demineralisierung ungehindert fortschreiten.

Dies führt zur nächsten Phase der Erkrankung, nämlich dem Übergreifen auf das sogenannte Dentin. Dieses liegt zwischen dem Zahnschmelz und dem Zahnmark und ist deutlich reiz- bzw. schmerzempfindlicher. Während dieses Stadiums treten bei Betroffenen dementsprechend, teils starke, Zahnschmerzen auf. Häufig kommen Patienten zu uns, welche sich bereits in dieser Krankheitsphase befinden und nur durch die Schmerzen darauf aufmerksam wurden.

Werden diese Schmerzen weiter ignoriert und die Krankheit dementsprechend nicht behandelt, kann die Karies auf das sogenannte Zahnmarkt, die Pulpa, übergreifen. Eine Infektion der Pulpa geht oft mit einer Bildung von Eiter einher, welcher die Nerven und Blutbahnen im Zahn zerstören kann. Die Folge sind anhaltende und sehr starke Schmerzen.

An diesem Punkt hilft nur noch eine Wurzelbehandlung.

Wird die Erkrankung auch in dieser Phase nicht behandelt, so geht sie in ihr vorletztes Stadium über. Nach dem Erreichen der Zahnwurzelspitze greift sie auf das Gewebe rund um den Zahn über. Es kann ein sogenannter Zahnabszess entstehen, zudem kann die Infektion auf die Knochen übergreifen und dementsprechend Auswirkungen auf den gesamten Körper haben. Das letzte Stadium der Karies ist schließlich der Zahnverlust, entweder durch eine Entfernung durch ihren Arzt und durch Ausfallen des Zahns.

Wie beugt man einer Karieserkrankung vor?

Betrachtet man die verschiedenen Phasen einer Karieserkrankung, so wird ersichtlich, dass ein möglichst früher Behandlungsbeginn von enormer Bedeutung ist. Die Gefahr besteht in einer späten Diagnose, da das erste Stadium zumeist noch völlig schmerzfrei verläuft. Die frühzeitige Erkennung bzw. die Prävention von Karies ist somit sehr wichtig, um schwerwiegende Krankheitsverläufe zu vermeiden.

Drei wichtige Grundsätze der Vorsorge lassen sich dabei besonders hervorheben:

  • Sorgen Sie immer für eine regelmäßige und korrekt durchgeführte Zahnhygiene. Sollten Sie Kinder haben, vermitteln Sie ihnen unbedingt die Notwendigkeit des Zähneputzens. Milchzähne sind extrem anfällig für einen Kariesbefall, was im schlimmsten Fall auch auf die bleibenden Zähne übergreifen kann. Eine Zahnpasta mit Fluorid hilft bei Erwachsenen, den Zahnschmelz zu stärken.
  • Eine regelmäßige zahnmedizinische Prophylaxe hilft dabei, frühzeitig Karies zu entdecken, da Ihr behandelnder Arzt selbst kleinste optische Anzeichen deuten kann. Eine professionelle Zahnreinigung trägt zudem dazu bei, Zahnbelag zu entfernen.
  • Generell gilt, dass eine ausgewogene Ernährung mit reduzierter Aufnahme von Zucker dazu beitragen kann, die Gefahr von Karies, insbesondere bei Kindern, zu verringern.

Auch wenn vielen Personen in den vergangenen Jahren die Notwendigkeit der Kariesprävention bewusst wurde, ist die Zahl der Kinder mit Karies immer noch sehr hoch. In unserer Zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis in Lingen kümmern wir uns um die Aufklärung und Sensibilisierung von Eltern gegenüber Karieserkrankungen. Zudem sind wir Ihre Experten für Kinderzahnbehandlungen und vermitteln Ihren Kleinsten kindgerecht das Thema Zahnhygiene!

Ist die Erkrankung allerdings bereits ausgebrochen und Sie oder Ihr Kind bemerken Zahnschmerzen, sollten Sie umgehend einen Termin bei Ihrem Zahnarzt vereinbaren.

Je früher die Behandlung stattfindet, desto eher kann der bestehende Zahn noch erhalten werden. Im schlimmsten Fall muss der Zahn entfernt werden, um das Übergreifen der Karies auf das umgebende Gewebe zu verhindern.

Dies mag im ersten Moment zwar nach einer radikalen Maßnahme klingen, erspart Ihnen aber weitere und eventuell schwerere Folgeerkrankungen. Zudem lassen sich durch die moderne Implantologie hochwertige Lösungen für einen Zahnersatz realisieren.

Sparen Sie sich im besten Fall diesen zeit- und schmerzintensiven Vorgang und nutzen Sie lieber die Möglichkeit zur Kariesprävention durch eine regelmäßige zahnärztliche Untersuchung!

Wie kann Karies behandelt werden?

Wie bereits erwähnt, unterscheiden sich die Stadien der Karies teils deutlich. Dementsprechend richtet sich die mögliche Behandlung genau nach der jeweiligen Phase der Erkrankung. Diese wird zunächst durch eine gründliche Untersuchung durch Ihren Zahnarzt festgestellt. Auf Basis eines Behandlungsplans können dann passende Maßnahmen erfolgen, um die Karies möglichst schnell einzudämmen bzw. zu entfernen.

So kann es in einem frühen Stadium der Krankheit noch ausreichend sein, Fluorid auf die betroffenen Zahnstellen aufzutragen. Dieses Fluorid hilft bei der Remineralisierung der Zähne. Zudem werden die Zahnbeläge entfernt, wodurch Ihre Zähne eine „Verschnaufpause“ bekommen und sich erholen können.

Ist die Krankheit aber bereits fortgeschritten und sind z.B. schon Löcher vorhanden, kommt der Eingangs erwähnte Bohrer zum Einsatz. Die Karies wird ausgebohrt, das Loch anschließend mit einer Füllung geschlossen.

Bei einer weiter fortgeschrittenen Behandlung können Teilkronen verwendet werden, um bereits zerstörte Teile des Zahns zu ersetzen.

In einem späten Stadium der Krankheit kann durch eine Wurzelkanalbehandlung versucht werden, den Zahn zu erhalten. Dabei können desinfizierende Spülungen und feinste Instrumente zum Einsatz kommen, um die Bakterien aus den Wurzelkanälen zu entfernen.

Kommt auch diese Behandlung zu spät, muss der Zahn sogar gezogen werden, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Kann Karies bei Milchzähnen auftreten?

Im Bezug auf Karies bei Milchzähnen existieren, auch heutzutage, leider noch viele Unwahrheiten und Halbwissen. So hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Karies vererbbar sei, was eindeutig falsch ist. Vielmehr tritt Karies häufig innerhalb derselben Familien auf. Dies liegt ursächlich aber in deren Ernährungsgewohnheiten und deren, häufig unzureichenden, Zahnhygiene. Um ein gegenteiliges Gerücht zu zerstreuen: Karies kann an Milchzähnen auftreten und sich von dort sogar auf die bleibenden Zähne der Kinder übertragen.

Eine weitere Problematik besteht darin, dass Karies von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Zum Teil geschieht dies bereits bei Müttern und ihren Neugeborenen. So konnte nachgewiesen werden, dass Eltern, die z.B. den Schnuller ihres Kindes im Mund hatten, damit Karies auf ihr Kind übertragen haben.

Ein weiteres Phänomen ist die sogenannte „Nuckelflaschenkaries“. Diese gilt als einer der häufigsten Gründe für Karies bei Kindern. Darunter versteht man den

Konsum von zuckerhaltigen bzw. fruchtsäurehaltigen Getränken durch Nuckelflaschen. Die Kombination aus den in den Getränken enthaltenen Säuren und dem zusätzlichen Zucker sorgt für eine ideale Grundlage für die Ausbreitung von Karies.

Zudem vermitteln viele Eltern ihren Kindern unzureichende Kenntnisse über die Zahnpflege. Teilweise sind Eltern zusätzlich der Meinung, dass Milchzähne keiner Zahnpflege bedürfen, da diese ja sowieso ausfallen. Dabei realisieren viele Eltern nicht, dass Karies an den Milchzähnen weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit eines Kindes haben kann, insbesondere wenn sie unbehandelt bleibt.

So kann sich Karies von den Milchzähnen auch auf die bleibenden Zähne übertragen. Zudem sind die Zahnschmerzen bei Karies dieselben wie bei bleibenden Zähnen. Vermeiden Sie diese unnötigen Schmerzen und Behandlungen für Ihr Kind!  

Auch bei Kindern sollte unbedingt auf eine regelmäßige und korrekte Zahnreinigung geachtet werden. Zudem empfiehlt sich ein regelmäßiger Besuch beim Zahnarzt, eine zahnärztliche Prophylaxe ist auch für Kinder mit Milchgebiss wichtig! Verlassen Sie sich auf unsere Expertise in der Behandlung von Kindern!

Welche Auswirkungen kann Karies auf den Körper haben?

Insbesondere in ihrem Endstadium kann die Erkrankung Auswirkungen auf den gesamten Körper haben. Sind bereits die Zahnwurzeln angegriffen, können über die Blutbahnen die Bakterien der Karieserkrankungen in den Körper vordringen. Gerade für Personen mit einem schwachen Immunsystem kann dies schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.

Gerade bei Säuglingen, Menschen mit Vorerkrankungen und allgemein älteren Personen muss daher unbedingt auf eine gute Zahnhygiene geachtet werden.

Prävention von Karies in Ihrer Zahnarztpraxis in Lingen

Sie haben noch weitere Fragen zum Thema Karies bei Erwachsenen oder Kindern?? Rufen Sie uns gerne unter der Nummer 0591316630001 an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@drdietzel.com.

Gerne sorgen wir auch bei einem Prophylaxe-Termin dafür, dass Karies keine Chance für eine weitere Ausbreitung hat! Auch für Ihre Kinder gewährleisten wir mit kindgerechten Zahnputzübungen eine frühzeitige Aufklärung gegenüber Karies!

Sorgen Sie gegen Karies vor und vermeiden Sie aufwendige Behandlungen, welche bis zum Zahnersatz oder einer Wurzelbehandlung reichen können!

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